reflections

Über

Tage der Freude: Du sollst Schönes behalten und Schlechtes vergessen, dich dankbar erinnern, was du schon besessen: Dinge, die kostbar, auch wenn sie klein, Freundschaft die echt war, und Liebe die rein. Sieh hinter dir Säulen, nicht nur die Trümmer. Hast auch viel du verloren, viel bleibt dir noch immer! Zähl die Tage der Freude, nicht die Tage der Tränen - dankbar für jeden gesunden und schönen....

Alter: 54
 


Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
war ich viel sorgloser!

In der Woche...:
zu viel Arbeit!

Ich glaube...:
an mich!

Ich liebe...:
das Leben!

Ich grüße...:
Alle Menschen die "anders" und stolz darauf sind!



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Blog

Welches Spiel spielst du mit mir?

Kapitel 2

Ich bin natürlich zu früh. Ich reiße die Eingangstür meines lieblings Italieners auf und lasse den Blick in die Runde schweifen.

Gian Marco kommt breit grinsend auf mich zu. "Ciao Bella, schön dich zu sehen."

Er nimmt mich herzlich in die Arme und schiebt mich dann auf Armeslänge von sich weg um seinen Blick von oben bis unten prüfend über mich gleiten zu lassen. "Bella, was hast du dich rausgeputzt."

Unsicher schaue ich an mir herunter. "Findest du, es ist zu viel, Gian Marco?" Ich werde rot. Mir ist voll heiß.

"Nein, Sandy, du siehst toll aus. Nur wenn du sonst dein Essen abholst bist du viel lässiger angezogen. Liegt es vielleicht an dieser hübschen Frau, mit der du letztens da warst?" Er zwinkert mir zu und lächelt sein breites Lächeln, so dass ich ihm einfach nicht böse sein. kann.

"Ach, Gian Marco, wir treffen uns Heute zum zweiten Mal. Es ist unser zweites Date innerhalb einer Woche und ich bin immer noch total aufgeregt. Ich hab richtig Lampenfieber."

Was machte ich da? So redefreudig war ich doch sonst nie. Eher verschlossen, niemand kam an mich heran. Oder besser gesagt, ich hatte eine Mauer um mich herum gebaut und tat alles, damit sie niemand einreißen konnte.

Gian Marco nahm mich bei der Hand und führte mich an meinen Tisch. "Schau her Bella, ich habe für euch den schönsten Tisch im Restaurant reserviert. Ich möchte, dass es für euch ein toller Abend wird. Mach was draus". Sagte er und zwinkerte mir zu.

Ich setzte mich. Sah auf die Uhr. Natürlich war ich viel zu früh. Ich hatte es zu Hause nicht mehr ausgehalten.

Nach unserem letzten Treffen oder sollte ich es als Date bezeichnen, na ja , jedenfalls hatten wir uns mit einem Handschlag und Küßchen auf die Wange verabschiedet.

Ich bin nun mal ein verschlossener Typ. Niemand kommt an mich heran.

Doch ich habe den Eindruck, dass du mir in dieser Hinsicht eine Menge lehren kannst. Deine Offenheit, dein Humor, deine Leichtigkeit und Unkompliziertheit.

Ich war sehr schüchtern, doch seid ich dich kenne beginne ich zu wachsen.

Du tust mir gut doch sage mir, welches Spiel spielst du mit mir?

Du bringst mich zum reden, du bringst mich zum lachen, wenn du bei mir bist habe ich Gefühle von denen ich dachte, ich hätte sie für immer tief in meinem Inneren begraben.

Wenn ich mir dir öffne, wenn ich dir meine Gefühle offenbare, wenn ich an uns glaube, was wirst du dann tun?

Sag mir bitte, welches Spiel spielst du mit mir?

Dann geht die Tür auf und du trittst herein. Du durchschreitest den Raum und ich habe nur Augen für dich. Doch ich weiß, viele Männer und auch Frauen im Gastraum schauen dir hinterher. Du bist eine tolle Erscheinung, schlank, geschmeidig und dein Blick ruht fest auf mir. Dein Lächeln läßt den Raum erstrahlen.

Ich kann nicht glauben, dass du mich willst.

Ich habe keine Freunde, ich habe niemanden mit dem ich mich treffe, du bist mir sehr wichtig.

Ich muss es wissen: Wie ist der Name des Spieles, das du mit mir spielst?

 

Wir sitzen uns gegenüber. Wir sind beim Dessert. Wir unterhalten uns angeregt. Bei dir fällt es mir leicht mich zu öffnen. Wie durch Zufall berührt deine Hand die meine. Ich schaue dir in die Augen. Selbst diese scheinen zu lächeln.

Welches Spiel spielst du mit mir?

Aber welches Spiel spiele ich? Ich schaue dich an, ich möchte dich berühren, dich spüren, dich küssen und nie mehr loslassen.

Welches Spiel sollen wir spielen?

1.6.14 18:54, kommentieren

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Roman/Arbeitstitel (Wenn Frauen Frauen lieben)

 

 Kapitel 1

 

 

Der Tag vor dem Tag an dem du in mein Leben kamst

 

Wie jeden Tag verliess ich das Haus gegen acht Uhr morgens um den Zug zur Arbeit zu erwischen.

Noch nicht ganz wach, versucht ich mich auf die Lektüre der Tageszeitung zu konzentrieren.

Der Leitartikel schaffte es dann, mich zu fesseln. Eine bekannte Fernsehschauspielerin hatte sich als lesbisch geoutet, und dass war der Medienwelt sogar eine Schlagzeile wert.

Wie jeden Morgen war ich gegen neun Uhr an meinem Arbeitsplatz in der Werbeagentur und besorgte mir die erste Tasse Kaffee. Gähnend stand ich am Kaffeeautomaten und lauschte den Berichten Jenny's, die von ihrem Sexabenteuer am gestrigen Abend berichtete. Da sie nichts wirklich Neues von sich gab, drehte ich mich gelangweilt um und ging wieder in mein Büro, wo ich meine E-Mails durchsah und die Unterschriftenmappe für meinen Chef vorbereitete.

Wie jeden Tag ging ich gegen ein Uhr zum Lunch in das kleine Bistro um die Ecke. Dort traf ich dann, wie jeden Tag, auf die gleichen Gesichter. Ich setzte mich wie immer allein an die Theke und bestellte einen Salat und einen Espresso. Die Kellnerin versuchte Konversation mit mir zu machen und erzählte mir, dass sie ab Morgen Verstärkung hätte. Sie bekäme eine Kollegin, damit sie auch mal frei machen könne. Während ich ihr zuhörte steckte ich mir eine Zigarette an, die siebte an diesem Tag und niemand bemerkte wie es in mir aussah, nicht einmal ich selbst.

Als ich das Bistro verließ begann es zu regnen, am Tag vor dem Tag an dem du in mein Leben kamst.

Ohne wirklich bei der Sache zu sein ließ ich den Arbeitstag dann wie immer über mich ergehen  und niemand bekam etwas von meiner Traurigkeit mit, ich kann mich gut verstellen.

So gegen fünf Uhr fuhr ich dann wie immer mit dem Zug nach Hause. Die gleiche Route, jeden Tag, von Montags bis Freitags, seit ich die Schule beendet hatte. Ich beobachtete die Menschen im Zug, ohne wirklich etwas wahr zu nehmen. Mein Kopf war leer, kein Gedanke, nichts. Nur der große Wunsch, jemand würde zu Hause auf mich warten, mich zärtlich begrüßen und mir die Stärke für einen neuen Tag geben.

Doch ich funktionierte, ich ging zur Arbeit, traf mich hin und wieder mit Freunden und dachte nicht viel darüber nach, am Tag bevor du in mein Leben kamst.

So um acht Uhr gging ich zum Italiener an der Ecke, um mir wie fast jeden Abend etwas zu Essen zu holen. Gian Marco war so freundlich wie immer zu mir, ich glaube wirklich, dass er mich mag. Doch auch er schaffte es nicht, mich aus meiner Lethargie herauszuholen. Ich nahm mein Essen mit nach Hause, setzte mich vor die Glotze und schaute mir die xte Wiederholung von Desperate Housewifes an. Ich glaub es gibt keine Folge, die ich nicht gesehen hatte.

Um halb elf ging ich dann ins Bett, wie schon so oft allein, las noch etwas, um dann gegen elf Uhr das Licht zu löschen. Ich habe mich in die Kissen gekuschelt und dem Regen gelauscht der auf das Dach prasselte, am Tag bevor du in mein Leben kamst.

 

 

 

 

 

 

Terminplan: Tag 0

 

06:30 Uhr: aufstehen

08:00 Uhr: Haus verlassen

08:28 Uhr: Zug besteigen

09:00 Uhr: erste Tasse Kaffee im Büro

13:00 Uhr: Lunch im Bistro

17:00 Uhr: Zug nach Hause

20:00 Uhr: Essen im San Marino abholen

22:30 Uhr: ins Bett, lesen

23:00 Uhr: schlafen

 

 

Der Tag an dem du in mein Leben kamst


Aufstehen wie immer, duschen, Zähne putzen und ein schnelles Frühstück.

Wie jeden Morgen gegen acht Uhr das Haus verlassen um den Zug zu erreichen. Es regnete noch immer. Aber es störte mich nicht. Es war mir egal.

Auch an diesem Tag las ich die Tageszeitung, aber ich finde nichts Spannendes. Ich hing wieder meinen Gedanken nach. Die selben Gesichter wie jeden Morgen. Menschen mit Träumen und Sehnsüchten, Fehlern und Wünschen. Menschen die, genau wie ich, jeden Morgen den selben Weg nahmen und Abends wieder zurück, in ihre vermeintlich heile Welt. Wieder lag ein Tag mit seiner stupiden Routine vor mir. Ich mochte meinen Job, aber etwas fehlte in meinem Leben. Etwas Wärme, Verständnis, Abwechslung. Deshalb erlaubte ich mir auch nicht darüber nachzudenken. Jedenfalls nicht in diese Richtung. Und meine Gefühle dahingehend hatte ich auch ausgeschaltet. Liebe wollte ich nicht, die tat nur weh. Nie wieder wollte ich dieses Gefühl erleben. Aber irgendetwas war anders an dem Tag, an dem du in mein Leben kamst.

Mit dem Zug angekommen, reihte ich mich in den Strom der Menschen ein die zur Arbeit hetzten. Wie ein dressierter Hund. 

Jenny erwartete mich schon am Kaffeeautomaten, da sie niemand anderen hatte, der sich ihre Eskapaden anhören wollte. Ich lächelte, nippte an meinem Kaffee und hörte nicht wirklich was sie sagte.

Dann saß ich wie jeden Tag am Schreibtisch und bearbeitete meine Memos und eMails.

Mein Chef betrat das Büro und sagte mir wie toll er meine Anmerkungen zu einem Werbetext fand.

Eigentlich müsste ich mich freuen, aber es ist mir egal. Doch ich lasse mir nichts anmerken. Niemand sollte wissen, wie es wirklich in mir aussah.

Dann wie jeden Tag gegen dreizehn Uhr ins Bistro. Ich saß an der Theke, ließ mir meinen Salat schmecken und rauchte meine dritte Zigarette. Die selben Gesichter, die gleichen Geräusche wie jeden Tag. Aber niemand merkte wie es in mir aussah. Ich kann mich eben gut verstellen.

Claudia, die Frau hinter der Theke, erzählte mir, dass ihre neue Kollegin zu spät sei. Sie hätte schon vor zehn Minuten anfangen müssen. Nicht mal angerufen hätte sie. Auf niemanden sei eben mehr Verlass.

"Nicht gerade ein guter Start," sagte sie gerade. Ich lächelte, zuckte zustimmend mit den Schultern, aber in Wahrheit war es mir egal, doch irgendetwas war anders, am Tag an dem du in mein Leben kamst.

Ich müsste gehen, meine Pause war vorbei. Als ich das Bistro verließ stieß ich mit dir zusammen. Meine Zigarette fällt mir aus der Hand und ich sehe dich irritiert und etwas verärgert an. 

Ich schaue in bernsteinfarbene Augen und du lächelst mir an. "Sorry, tut mir echt leid, aber ich komme zu spät." Sprachst es und warst auch schon durch die Tür verschwunden. 

"Das also ist die neue Kollegin," ging es mir durch den Kopf.

In Gedanken versunken ging ich zurück ins Büro und irgendetwas war anders an dem Tag an dem du in mein Leben kamst.

Wie immer verließ ich das Büro gegen 17 Uhr, um den Zug nach Hause zu nehmen und es regnete immer noch. Als ich den Bahnhof verließ, rissen die Wolken auf und die Sonne kam raus. Sie zauberte ein Lächeln auf mein Gesicht denn, etwas war ganz und gar anders an dem Tag an dem du in mein Leben kamst.

Beschwingt schlug ich den Weg nach Hause ein.

Ich schloss meine Wohnungstür auf, legte die Schlüssel auf den Garderobenschrank, ließ meine Kleidung Stück für Stück auf dem Weg zum Bad auf den Boden fallen und öffnete die Tür zur Duschkabine. Ich drehte das heiße Wasser auf und schloss die Tür wieder. 

Während ich darauf wartete, dass das Wasser richtig heiß wurde schaute ich mich im Spiegel an. Meine langes blondes Haar hatte sich wegen des feuchten Wetters gekräuselt. Meine blauen Augen sahen so traurig aus wie immer, aber auf meinen Lippen spielte ein leises Lächeln. Ohne das ich wirklich hätte sagen können warum. Mein schlanker Körper gefiel mir, meine Hand strich langsam über meine Wange, meinen Hals hinunter, über meine Brüste bis hin zu meinem flachen Bauch. 

Ich seufzte, drehte mich um und betrat die Dusche.

An dem Tag holte ich mir nichts vom Italiener, Gian Marco würde mich vermissen, aber ich wollte mir mal selber etwas zubereiten.

Dann wie immer fern sehen. Gegen zweiundzwanzig Uhr ins Bett um noch etwas zu lesen. Als ich das Licht löschte war ich sicher, etwas war anders an dem Tag an dem du in mein Leben kamst.

Im Traum sah ich dein Gesicht vor mir. Deine kastanienbraunen Locken, wild und ungebändigt, rahmten dein wunderschönes sanftes Gesicht ein. Deine bernsteinfarbenen Augen blitzten mich an und dazu dein herzliches Lächeln. Dabei hatte ich dich doch nur ein paar Sekunden gesehen. Und doch hatte sich dein Gesicht in meinem Kopf eingeprägt.

Etwas war ganz bestimmt anders an dem Tag an dem du in mein Leben kamst.


Terminplan:  Tag 1


06:30 Uhr:  aufstehen

08:00 Uhr:  Haus verlassen

08:28 Uhr:   Zug nehmen

09:00 Uhr:  erste Tasse Kaffee im Büro

13:00 Uhr:   Lunch im Bistro

13:45 Uhr:    Zusammenstoß mit dir

17:30 Uhr:   Zug nach Hause

18:30 Uhr:   duschen

20:00 Uhr:  fern sehen

22:00 Uhr:   ins Bett gehen, lesen

23:00 Uhr:   schlafen und von dir träumen 

 

 

11.5.14 14:02, kommentieren



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